Kraftfahrzeugsromantik

Ich liebe es zu arbeiten.
Nein, mein Auto springt nicht an.
Material hat Klarheiten,
ich hoff‘, es bleibt alles dran.
Die Arbeit ist schon bald getan.

Die Hände sind so schwarz vom Fett,
wenn man vor Öl nur so trieft.
Das Werkstück ist jetzt richtig nett.
Ob mir wer den Hammer gibt?
Die Hammer musizier’n spontan.

Die Arbeit steht hier niemals still.
Neues, Gutes, Schreiners Drill.
Der Hammer hämmert wie er will.
Holz, Metall und niemals Tüll.
Abends ab ins Bett mit Elan.

Punkte: 53


Freiheit auf Erden

Ich liebe den weiten, blauen Himmel.
Was will ich denn davon?
Weiter Weg nach dem schönen Avalon.
Ich reit‘ auf dem Schimmel.

So, ich will wirklich Neues entdecken!
Ruhe in Frieden, DU.
Ich bin frei auf allen grünen Flecken.
Ich mach‘ die Augen zu.

Alles ist relativ, relativ frei.
Freiheit, die Gierde stillt.
Die Bedeutung ist so ein Allerlei.
Enge, Menge, killt, tillt.

Schaue in den Sonnenaufgang hinein.
Mensche aller Länder!
Und doch schau ich in deine Seele rein.
Es reißen die Bänder.

Und für immer zum freiheitlichen Sein
und immer frei bleiben.
Freunde im Sonnenuntergang sind fein.
Nichts wird mich vertreiben.

Punkte: 50 – 2. Platz


Zeitgeist

Wo ist die Zeit geblieben?
Urzeit,
ich war noch nie getrieben,
so weit!

So können wir uns lieben,
Wunder!
Die Uhr ist im Tritt runder,
Plunder!

Tick-Tack, die Taktik geht auf,
Welle.
Die Zeit läuft den Berg hinauf,
Quelle.

Sekunden ticken schnell weg.
Ich bin.
Der Zeiger geht nicht vom Fleck,
Gewinn.

Sekunden sind wie Stunden,
so groß!
Möchte Zeit haben wie Moos,
im Schoß.

Punkte: 46 – 3. Platz


Meine Liebe

Ich schau‘ lang in die Freiheit.
Ich blicke über die Felder.
Sinne strahlen immer bälder.
Ganz so wie nach der Einheit.
Weisheit steht nicht für Reinheit.
Oh, dann gibt es wenig Gelder.

Wer sieht die Welt am Morgen?
Ich schaue in der Weite Glanz.
Ich taum’le leicht im Freudentanz.
Wir haben keine Sorgen,
die Ferne lässt sich ordnen.
Denn das sieht sogar jeder Franz.

Nicht Franz, nicht Hans – es ist Jan.
Ich dreh‘ mich um und schaue hin
mit einer großen Flasche Gin.
Dann bist du, du wirklich dran.
Sag mir doch bitte wann dann?
Seht ihr: Ich denke, denn ich bin.

Punkte: 38


Neue Deutsche Wellen

Das gute deutsche Lied,
schnief, brief, schnief, trief, schief,
die Rhythmen naiv.
Stimmen hoch, Bässe tief.

Und ich fliege, fliege.
Oh, blaue Augen
mag ich nur saugen.
Lieder gegen Kriege.

Telefon, Mikrofon.
Oh taralala.
Das ist so nicht wahr.
Das ist der heiße Lohn.

Das ist ein geiler Thron,
kalte Drum-Maschin‘.
Kraftwerk spielt in Wien.
Ja echt, wer braucht das schon?

Punkte: 43


Oh Erde – mein Planet

Oh Erde! Oh mein Planet!
Steine und Moos,
so grandios.
Der bald vor die Hunde geht.
Dann ist doch so fein geputzt.

Ich grab‘ mich ein. Wer gräbt mit?
Ich liebe dich.
Nicht ohne mich.
Sonne, Mond, wir sind zu dritt.
Der Planet wird ausgenutzt.

Von Mutter Natur beschützt.
Mond und Sterne
in der Ferne.
Was hat dir dein Geld genützt?
Die Wiesen zurechtgestutzt.

Punkte: 35


Reisende

In die Ferne gehen.
Geh‘ hinfort
an den Ort!
Auf die Wellen sehen.
Ohne Essen und Trank ist das schlecht.

In dem Blick liegt die Kraft.
Ich bin frei!
Ich will Brei!
Liege in meinem Saft.
Rote Koffer füllen sich mit Recht.

Der Weg ist stets das Ziel.
Bunte Welt
ohne Geld.
Die Reise gibt mir Kraft.
Auf dem Baum, dem Gras sitzet der Specht.

Punkte: 43


Sehnsucht

Indien.
Blicke in die weite Ferne.
Verziehen.
Und wir sehen klar die Sterne.

So weit fern.
Gern werd‘ ich in der Welt geseh’n,
hab‘ ich gern.
Gedanken, Gefühle vergeh’n.

Nimm mich mit.
Ich sehne mich nach Wellengang.
Bist du fit?
Ist das Leben nicht ein Irrgang?

Was will ich?
Von der Erde bis hin zum Mond.
Wer liebt mich?
Wo Mann und Frau im Krater wohnt.

Steh‘ mal auf!
Oh weh, ich bin bald weg im Zug!
Ich geh‘ rauf.
Und, oh, ich kriege nie genug.

Punkte: 43


Sommerliebe

Eine Limo!
Ich rieche trockenes Heu.
Ich liebe Mo,
denn das ist so!
Heute schlaf‘ ich im Stroh.

Die Sonne scheint.
Warmer Wind, der macht uns froh.
Der Kälte Feind.
Sieh da, er greint.
Die Sonne im Haus weint.

Kühle Brise,
an dem wilden rauen Meer.
Grüne Wiese,
kleiner Riese.
Lieb‘ dich nicht. Ich lieb‘ dich sehr.

Punkte: 33


Superkraft

Wir bleiben standhaft.
Lass deine Muskeln spielen.
Ich hab‘ es geschafft,
an den Händen sind Schwielen.
Ich wär‘ so gern ein Elefant.

Ich hab‘ so viel Zeit.
Nehme dich doch zusammen.
Tu dir nicht so leid.
Morgen helfen Hebammen.
Wirklich so außer Rand und Band.

Ich bin voller Kraft.
Im Paradies wir schwammen.
Es feht schlicht der Saft,
dann hält es auch zusammen,
als ich widerstandsfähig stand.

Punkte: 23


Wortgefecht

Das Wort hat Platz an jedem Ort.
Ich bin nicht deiner Meinung.
Gibt es denn dafür Heilung?
Spring doch einfach von dem Flashboard!

Nur reden heut‘ und viel labern.
Die Diskussion ist so schwer,
und mit Worten geht’s einher.
Wein, der gut schmeckt, ist wunderbar.

Hat denn nur recht, wer ganz laut schreit?
Hin und her fliegen Wörter,
immer lauter und härter.
Was für eine Zufälligkeit.

Meine Meinung zählt, oder nicht?
Ich hab‘ auf jeden Fall recht,
wunderschönes Wortgefecht.
Die Worte haben viel Gewicht.

Punkte: 40


Zwischen Cola und Krieg

Ruhe und Rast,
wie wäre es doch so schön.
Für nasses Haar nimm den Fön.
Was mir nicht passt?
Wandernde Last!
Die Gedanken sind obzön.

Frieden – Wiege.
Gib mir deine Hand, nur Mut.
Vorbei Gewalt, Hass und Blut,
feiern Siege
auf der Liege.
Der beste Frieden ist gut.

So wundervoll,
zwischen Menschen und Tieren
kann man auch mal dressieren.
So supertoll!
Wer hat da Groll?
Kann ich doch nicht verlieren.

Punkte: 45

One Reply to “Alle Gedichte von der Kraftfahrzeugsromantik-Session”

  1. Wow! Obwohl keiner den Text des anderen kannte, gab es telepathische, synergetische und kollektive Gedankenkräfte, die sich zu einem Gedicht formten. Das ist verrückt und genial. Was für ein großartiger Tag! Und ich durfte dabei sein, meine Nase quasi an der Scheibe platt drücken.

    Wie heisst denn auf Plattdeutsch“ Danke“?

    Herzliche Grüße aus L.E.
    Eure Karo

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